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Menschenrechtssituation in der Republik Iran in Bezug auf die ethnische Minderheit Ahwazis

Stellungnahme

Menschenrechtssituation in der Republik Iran in Bezug auf die ethnische Minderheit Ahwazis

Die Gesellschaft für bedrohte Völker sorgt sich um die Lage der ethnischen Minderheit im Südwesten Irans. Die Ahwazis bilden eine arabische Minderheit, die ständig Verfolgungen, Unterdrückungen und sogar Völkermorden ausgesetzt ist. 

Unterdrückung der kulturellen Identität 

Die Republik Regierung verfolgt, seit über 20 Jahre, das Ziel die arabische Geltung im Iran zu vernichten, um nicht-indigene Perser, die nicht aus ihrer Sicht persisch sind, zu zerstören. Um die arabische Identität der Ahwazis zu unterdrücken werden gezielte Vorgehensweisen vorgenommen. Sogenannte “Entwicklungsarbeiten“ werden im südwestlichen Teil Irans vorgenommen, die für die Ansiedlung der Perser sorgten. Daraus resultiert ein Aufzwang der persischen Sprache, um die arabische Kultur und Identität zu assimilieren beziehungsweise um sie endgültig auszulöschen. Des Weiteren wurde vom iranischen Staat im August 2020 ein Dorf in der Provinz der Ahwaz beauftragt ein „Modernisierungsprojekte“ zu beginnen, die die Dorfbewohner verjagen und ihre Häuser beschlagnahmen. Dies sorgte für unzählige Verletzungen und Verhaftungen von Ahwazis, die sich dagegen gewährt haben. Darüber hinaus wurden Energieversorgungsunternehmen in das Dorf eingeführt, die die Stromversorgungen bei Sommertemperaturen unterbrochen haben. Diese Maßnahmen sorgen für eine Umsiedlung der Dorfbewohner. Der Staat begründet ihre Grausamkeit mit dem Argument, dass die Grundstücke und die Häuser der Ahwazis Eigentum des Staates seien trotz gültiger Eigentumsdokumente. Einige Ahwazis sind gezwungen zum Schiitentum zu konvertieren, um Arbeit zu finden, da die iranische Regierung keine Chancengleichheit ethnische Minderheiten bietet. Demgegenüber wird die Ansiedlung der ethnischen Perser durch Angebote, wie günstige Möblierte Wohnungen, verstärkt. 

Ethnische Säuberung durch Verwendung von Schadstoffen und Verschmutzungen 

Sowohl die Hauptstadt von Khuzestan als auch viele lokale Dörfer sind Ahwazis starken Umweltverschmutzungen ausgesetzt. Die Flüsse in der Region sind durch die giftigen Rückstände der Chemiefabriken beschmutzt. Demnach ist nicht nur der Lebensunterhalt der Fische beeinträchtigt, sondern auch der Ahwazis. Denn durch die Verschmutzungen der Flüsse gibt es keinen Zugang an sauberes Trinkwasser. Zudem leiden die Ahwazis seltsamerweise unter ähnlichen Krankheiten, die durch diese massiven Beschmutzungen ausgelöst werden. Die lokalen Krankenhäuser mangelt es an essenziellen Ausstattungen, wie zum Beispiel an Ärzte*innen und Medikamenten. Aufgrund dieser gegebenen Umstände wurde die Hauptstadt als einer der am stärksten verschmutzen Städten der Welt bekannt. Das iranische Regime begründet die Ursachen der Beschmutzung seien Staubstürme. Diese Unlogik unterstreit die systematische ethnische Säuberung. 

Umsiedlungen in Slums 

Tausende von Ahwazis sind gezwungen in Elendsviertel umzusiedeln, in denen es kaum sauberes Trinkwasser, sanitär Anlagen oder Strom gibt. Anstatt das die iranische Regierung diesem elenden Zustand ein Ende setzt, baut der Staat eine Mauer, die für eine deutliche Spaltung zwischen den armen und den wohlhabenden Viertel bildet. 

Armut und Analphabetentum 

Da die Provinz der nicht- indigene Perser an Irak grenzt, besteht weiterhin viele Landminen, die seit dem Irak- Iran Krieg bestehen. Der iranische Staat versuchte einige Minen zu entfernen, indem es Arbeitslose Ahwazi Jugendliche auf die Ackerländer schickte, um nach den Minen zu suchen und dementsprechend zu entfernen. Da man nicht den genauen Standpunkt der Minen kannte, wurde bei dem Einsatz unzählige Menschen getötet oder schwer verletzt. Aus diesem Grund sind tausende Ackerländer nicht bewirtschaftet. Daneben ist die Region der Ahwazi reich an Ölressourcen, die ebenfalls nicht genutzt werden können, da ein Drittel der Stadtbevölkerung an großen Hungerskatastrophen leidet, die unter anderem auch daraus resultieren, dass sie die Ackerländer nicht nutzten können. Etwa 20 Prozent der Todesfälle treten bei Kindern auf, die den Mangel an medizinischen Dienstleistungen unterliegen sind. Ferner gibt es für die Ahwazis einen nahezu unmöglichen Zugang an Bildung. In den Dörfern gibt es kaum Schulen, die die Kinder besuchen könnten. Die einzige Möglichkeit Schulen besuchen zu dürfen, wäre in die nächstliegende Stadt zu reisen, welches für viele Ahwazis ausgeschlossen scheint. Daher leidet der Großteil der Ahwazis an Analphabetentum. 

Widerstand und Andersdenker

Jegliche Form von Auflehnung gegenüber dem iranischen Staat zieht strenge Konsequenzen mit sich. Der Staat wendet Foltermethoden an, die zum Tod führen. Hinzugefügt werden jungen Männern Verbrechen zugeschrieben, die sie nicht verübt haben, welche ebenfalls mit radikalen Straffkonsequenzen folgen. Sogar Menschen, die die Öffentlichkeit beeinflussen, wie beispielsweise Journalisten oder Blogger, werden mit dem Tod verurteilt. Dies vom Staat vorrangegangen Maßnahmen soll als Abschreckung der Oppositionen gelten.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker wendet sich daher an den UN- Menschenrechtsrat, fordern Sie die Islamische Republik Iran um folgende auf: 

  • Menschenrechte für alle Bürger im Iran 
  • das Gewährleisten der Grundrechte und Chancengleichheit der nicht-indigene Perser
  • Gewährleistung von humanitärer Hilfe von innen und außen, das heißt gewähren von sauberem Trinkwasser, Sicherheit, Nahrung, Sanitäre Einrichtungen, Medizinische Einrichtungen sowohl innenstaatlichen als auch von außerstaatlichen Einflüssen
  • Erstattung der Eigentümer durch geeignete Kompensationen 
  • Verbesserung der Lebensstandards in der Provinz der Ahwazis
  • Friedliches Zusammenleben der nicht-indigene Perser und den Persern 
  • Gleiche Bildungschancen für die Ahwazis, das heißt Schulen sollen in Dörfern gebaut werden, Unterrichtsformen der arabischen und persischen Sprache sollten angeboten werden 
  • Entfaltungsmöglichkeit der Identitäten der nicht-indigene Perser, wie: Religionsfreiheit, Möglichkeiten der Förderung der Muttersprache, erhalt der Kultur und Sitten
  • Abschaffung von Chemiewerken und die daraus resultierenden Schadstoffe 
  • Freilassung der politischen Gefangenen 
  • Presse- und Meinungsfreiheit 
  • Abschaffung von Foltermethoden und ungerechten Vorgehensweisen

Quellen:

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